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WARUM DARMGESUNDHEIT DER SCHLÜSSEL ZU MEHR LEBENSQUALITÄT IST

Warum Darmgesundheit der Schlüssel zu mehr Lebensqualität ist - Titelbild - Naturtreu

„Das muss ich jetzt erst mal verdauen!“ – wer kennt diese Redewendung nicht? Sie macht auf subtile Weise deutlich, welche enorm wichtige Rolle der Darm für unser Wohlbefinden spielt. Der Darm kontrolliert schließlich nicht nur die Nahrungsverwertung, sondern ist auch an der Abwehr von Krankheitserregern und an der Hormonproduktion beteiligt (insofern beeinflusst er sogar unsere Psyche (1)) . 

Ein ausgeglichenes Darm-Mikrobiom ist daher eine „tragende Säule“ der Gesundheitspflege. Leider ist das Darm-Mikrobiom sehr anfällig: Schon hohes Stressaufkommen kann das Gleichgewicht der Darmbakterien stören, eine einseitige Ernährung erst recht (2).

Lesen Sie hier, warum Sie Ihre Darmflora unbedingt unterstützen sollten – und welche Rolle probiotische Darmbakterien dabei spielen können!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Mikroorganismen in unserem Darm bilden eine faszinierende, höchst komplexe Lebensgemeinschaft. Ist diese Gemeinschaft in ihrer Zusammensetzung gestört, kann dies negative Auswirkungen auf die Gesundheit des ganzen Körpers und der Psyche haben.

  • Die größten Risiken für Darmflora-Störungen bestehen in Medikamentenkonsum, in einseitiger Ernährung und in einem hohen Stressaufkommen.

  • 5 Tipps zur Gesunderhaltung der Darmflora – wer sie beherzigt, senkt die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines bakteriellen Ungleichgewichts im Darm erheblich.

  • Probiotika können sowohl bei der Gesunderhaltung der Darmflora als auch beim Wiederaufbau einer geschädigten Darmflora eine Unterstützung sein. Nichtsdestotrotz muss beachtet werden, dass der Einsatz von Probiotika kein „Allheilmittel“ für einen gestörten Verdauungstrakt darstellt.


Die Darmflora – was ist das überhaupt?

Die Darmflora - was ist das überhaupt? - Naturtreu

Die Darmflora ist das größte Mikrobiom im menschlichen Körper. Unter „Mikrobiom“ versteht man die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die in einem Lebewesen – oder in einer bestimmten Region in oder auf einem Lebewesen – siedeln. Nach heutiger Schätzung umfasst das menschliche Mikrobiom im Darm (mindestens) 10 Billionen Mikroben, darunter Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen. Manche Schätzungen gehen sogar von rund 40 Billionen Mikroben aus. Diese Zahl ist größer als die Zahl der Zellen, aus denen ein Mensch überhaupt besteht.

Würde man alle Mikroorganismen, die im Darm eines erwachsenen Menschen leben, zusammentragen und zum Abwiegen in einen Messbecher füllen, so wäre eine Briefwaage mit dem Wiegevorgang bereits überfordert – denn die Bakterienmasse würde rund 1,5 kg wiegen.

Das Mikrobiom im Darm entsteht übrigens erst nach der Geburt; bei ungeborenen Babys ist der Darm noch steril. Im Laufe des Lebens steigt die Bakteriendichte im Darm dann immer weiter an. Dabei ändert sich fortwährend die Zusammensetzung der Bakterien. Trotzdem ist die Darmflora eines Menschen nicht allein durch Umwelteinflüsse determiniert: Untersuchungen in der Zwillingsforschung haben ergeben, dass das Darmmikrobiom unter anderem durch die Blutgruppe geprägt wird. (3)

Kurz-Info: Darum heißt die Darmflora „Flora“
Warum spricht man eigentlich von einer „Darmflora“ und nicht von einer „Darmfauna“? Immerhin sind Bakterien doch eher der Tierwelt als der Pflanzenwelt zuzuordnen – oder nicht? Weder noch. Lange Zeit wurden bakterielle Mikroorganismen zoologisch dem Pflanzenreich zugeordnet – aus dieser Periode stammt auch das Wort „Darmflora“. Heute gelten Bakterien als eigenständige Domäne, d. h., sie sind weder Pflanzen noch Tiere. Der Terminus „Darmflora“ ist aber geblieben.


Erstaunlich, was das Mikrobiom im Darm alles kann

Das Mikrobiom im Darm hat viele Funktionen. Unter anderem zählen dazu

  • die Synthese lebenswichtiger Vitamine (wie B1, B2, B6, B12 und K),
  • das Bekämpfen von Entzündungen,
  • das „Entgiften“ des Organismus (durch das Zersetzen von Fremdstoffen),
  • der Abbau von schwer verdaulichen Nahrungsbestandteilen (Ballaststoffen),
  • das Produzieren von Botenstoffen, die über die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen – u. a. psychoaktive Hormone wie Dopamin und Serotonin –,
  • das Trainieren des Immunsystems und
  • das Verhindern der Ausbreitung von Krankheitserregern (4).

Mögliche Folgen eines geschädigten Mikrobioms im Darm

Folgen eines geschädigten Mikrobioms im Darm - Naturtreu - Beitragsbild

Wenn das Mikrobiom im Darm geschädigt ist – wenn also bestimmte Bakteriengruppen stark dezimiert wurden, sodass sie anschließend im Verhältnis zu anderen Bakterien unterrepräsentiert sind –, kann es durch das bakterielle Ungleichgewicht zu erheblichen Gesundheitsstörungen kommen. 

Ganz oben auf der Liste der möglichen Folgeerscheinungen stehen natürlich Verdauungsstörungen, wie Völlegefühl, Blähungen und Durchfall, sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. (5)

Wie das Gesundheitsmagazin der AOK (6) schreibt, können durch eine gestörte Darmflora aber womöglich auch Hauterkrankungen, Übergewicht und bestimmte Allergien hervorgerufen werden, ebenso eine allgemein erhöhte Infektanfälligkeit. Selbst bei der Entstehung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen soll die Darmflora zumindest eine Rolle spielen (vgl. Fröhlich H. et al. [2019]) (7). Zwar ist die Kausalität zum Teil noch nicht erwiesen – es steht nur fest, dass Personen, die an diesen Erkrankungen leiden, in der Regel auch eine veränderte Darmflora haben –, aber sie liegt zumindest nahe. Einige Forscher spekulieren bereits darüber, ob und wie sich solche Krankheiten möglicherweise durch Eingriffe in das Darm-Mikrobiom therapieren lassen.


Ursachenforschung – wodurch das Mikrobiom Schaden nimmt

Was sind die Ursachen für Störungen in der Darmflora? Oder anders gefragt: Wie kann es passieren, dass „gute Darmbakterien“ verschwinden und schädliche Bakterien sich ausbreiten? Dafür gibt verschiedene Gründe.

Unausgewogene Ernährung

Unvorteilhaft für das Gleichgewicht des Mikrobioms im Darm ist zum Beispiel eine Ernährung, die keine oder nur wenige Ballaststoffe enthält, denn bestimmte Ballaststoffe – z. B. Roggen-Ballaststoffe – tragen zu einer normalen Darmfunktion bei. Ein Mangel an Ballaststoffen scheint hingegen laut jüngsten Erkenntnissen sogar einen Abbau der Darmschleimhaut zu bewirken. (8) Um die Darmflora mit einer unausgeglichenen Ernährung aus der Balance zu bringen, braucht es nicht einmal besonders viel Zeit: In der Online-Ausgabe der Zeitschrift „STERN“ wird von einer südafrikanischen Studie berichtet, die belegt, dass bei einseitiger Fast-Food-Ernährung schon zwei Wochen ausreichen können, um die Darmflora signifikant zu verändern. (9)

Medikamentenkonsum

Bestimmte Medikamente und Medikamentengruppen haben einen negativen Einfluss auf die Darmflora. Bei Antibiotika liegt das sogar in der Natur der Sache: Antibiotika dienen ja gerade dazu, Bakterien abzutöten – die Vernichtung von guten Darmbakterien ist da ein unvermeidlicher Kollateralschaden (10). Tatsächlich ist der Darmflora-Aufbau nach Antibiotika-Einsatz der häufigste Beweggrund für den Kauf von probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln. Außer Antibiotioka gelten übrigens noch Abführmittel, Magensäureblocker, Antihistaminika und bestimmte Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) als „darmunfreundliche“ Medikamentengruppen (11).

Hormonelle Verhütung (bei Frauen)

Orale Kontrazeptiva wie die „Anti-Baby-Pille“ können die Gesundheit der Darmflora nachhaltig schädigen, wie etliche Studien (z. B. Boyko et al. [1994]) nahelegen (12). Aus den Studien geht hervor, dass Frauen, die mit der Pille verhüten, ein deutlich erhöhtes Risiko für entzündliche Magen-Darm-Krankheiten haben als anderweitig verhütende Frauen.

Stress

Stressphasen, gepaart mit Bewegungsmangel, sind ebenfalls schädlich für den Darm. Grund sind die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol: Sie bewirken, dass der Verdauungstrakt weniger gut durchblutet wird (weil die Verdauung in einer Angriff-oder-Flucht-Situation kein überlebenswichtiger Prozess ist). Da ist es nicht verwunderlich, dass ein hohes Stressaufkommen auf Dauer die Darmflora durcheinanderbringt. Faszinierenderweise scheint aber auch die Umkehrfunktion zu gelten: Eine stabile, mit guten Darmbakterien (Bifidobakterien) unterstützte Darmflora erhöht offenbar die Stressresilienz. Darauf deutet zumindest eine Studie hin, die im Herbst 2012 im Fachjournal „Psychoneuroendocrinology“ publiziert wurde (13).


So unterstützen Sie Ihre Darmflora

Was können Sie nun tun, um Ihre Darmflora zu unterstützen – am besten so gut, dass eine Darmsanierung gar nicht nötig wird? Sie können (und sollten) darauf achten, die oben genannten Risikofaktoren weitestgehend auszumerzen oder zumindest zu entschärfen.

Stress lässt sich zum Beispiel nicht generell vermeiden; durch Entspannungstechniken (Meditation oder Yoga), viel erholsamen Schlaf und eine ausreichende Versorgung mit den richtigen Mikronährstoffen (insbesondere mit B-Vitaminen) können Sie sich aber widerstandsfähiger gegen Stresssymptome machen. Ihr Körper schaltet dann in stressigen Situationen nicht so schnell auf Alarm-Modus und schüttet folglich auch weniger bzw. seltener Stresshormone aus. Mehr über das Thema Stressbewältigung erfahren Sie übrigens in unserem Blog-Text „Was Sie bei Stresssymptomen tun können“.

5 weitere Tipps
  • Sich bewusst ernähren
    In einen Ernährungsplan, der sich an den neuesten Erkenntnissen aus Medizin und Wissenschaft und insbesondere an den Empfehlungen der DGE orientiert, gehören Ballaststoffe! Diese sind z. B. in grünem Blattgemüse, in Hülsenfrüchten und in Nüssen, Kernen und Ölsaaten enthalten. Süßigkeiten und stark verarbeitetes Fleisch, wie Grillwürste, Würstchen im Glas, Industrie-Frikadellen etc., sollten dagegen besser nur selten auf dem Speisezettel stehen.

  • Genussgifte meiden
    Dass Rauchen und Alkoholgenuss für die Gesundheit generell nicht förderlich sind, ist bekannt. Speziell der Darmflora tut man mit dem Konsum von Genussgiften aber erst recht keinen Gefallen. Alkohol etwa bewirkt eine verstärkte Magensäureproduktion. Einerseits kann man sich dieses Phänomen nach einem reichhaltigen Essen mit einem Magenbitter zunutze machen, andererseits macht häufiger Alkoholgenuss dem Verdauungstrakt dadurch enorm zu schaffen (14, 15).

  • Viel bewegen
    „Sitzen ist das neue Rauchen“ – diesen etwas provokanten Spruch haben Sie bestimmt schon einmal gelesen oder gehört. Ob das so stimmt, sei dahingestellt; Tatsache ist aber, dass langes Sitzen die Darmtätigkeit verlangsamt und so einer negativen Veränderung der Darmflora Vorschub leistet. Wenn Sie Ihrem Darm etwas Gutes tun wollen, erhöhen Sie Ihr Bewegungspensum – entweder, indem Sie regelmäßig Joggen oder Schwimmen gehen, oder indem Sie schlicht öfter zu Fuß gehen.
  • Vorsichtig mit dem Einsatz von Antibiotika sein
    Keine Frage: Bei einer schweren bakteriell bedingten Erkrankung kann die Behandlung mit einem Antibiotikum der effektivste Weg sein, Besserung herbeizuführen. Allerdings sind viele Ärzte mit dem Verschreiben von Antibiotika immer noch allzu schnell bei der Hand. Fragen Sie im Zweifel nach, ob ein Antibiotika-Einsatz aus fachlicher Sicht alternativlos ist. Und auf keinen Fall sollten Sie sich auf eigene Faust mit Rest-Antibiotika aus Ihrem Badezimmerschrank therapieren! Wenn ein Antibiotika-Einsatz tatsächlich unumgänglich ist, setzen Sie den Task „Darmflora-Aufbau nach Antibiotika“ auf Ihren geistigen Merkzettel.

  • Hormonpräparate nach Möglichkeit meiden
    Wie weiter oben schon erwähnt, stellt das Einnehmen von Hormonpräparaten ein nicht unerhebliches Risiko für die Darmflora dar. Mit „Hormonpräparaten“ sind dabei übrigens nicht nur Kontrazeptiva gemeint, sondern z. B. auch Cortisontabletten. Nach einer Cortisonbehandlung kann das bakterielle Gleichgewicht in der Darmflora ebenso gestört sein wie nach einer Antibiotikabehandlung.

  • Probiotika anwenden
    Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Darmflora bereits angeschlagen ist, ist die Anwendung eines Probiotikums einen Versuch wert. Das kann genau das Quäntchen zusätzliche Unterstützung für Ihre Darmschleimhaut sein (neben einer angepassten Ernährung und einer gesunden Lebensweise), das diese dann gerade braucht.

Definition: Was sind Probiotika?

Probiotika sind Nahrungsergänzungsmittel, die zur Unterstützung der Darmflora entwickelt wurden. Sie enthalten lebende Mikroorganismen, u. a. Laktobazillen, Bifidobakterien und andere Darmbakterien. Diese sollen die natürliche Bakterienaktivität im Darm fördern und eine angeschlagene Darmflora um neue, „gute“ Darmbakterien ergänzen.

„Darmsanierung“, „Darmflora aufbauen“ oder „Darmschleimhaut aufbauen“ – so lauten entsprechend die Schlagwörter, mit denen in Apothekenzeitschriften und im Internet für Probiotika-Kapseln geworben wird. Aber lässt sich der Darm mithilfe von Probiotika tatsächlich aufbauen? Grundsätzlich ja. In wissenschaftlichen Studien (z. B. Rehovot et al. [2018] und Jotham Suez et al. [2018], Weizmann Institute of Science) (16) konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass oral verabreichte Mikroorganismen sich in der Darmschleimhaut ansiedeln lassen.

Die Studien zeigten aber auch, dass eine Darmkur mit Probiotika nicht in jedem Fall funktioniert bzw. nicht immer ausreicht, um die Darmflora zu sanieren. Umso mehr zählen im Hinblick auf die Darmgesundheit also die richtige Ernährung und gesundheitsförderliches Verhalten.


Probiotika für Frauen

Jedes Jahr kommen Dutzende von neuen Probiotika auf den Markt. Manche davon tragen auf der Packung den Aufdruck „für Frauen“. Das bedeutet aber nicht, dass Frauen andere Darmbakterien benötigen als Männer. In der Regel handelt es sich bei Probiotika für Frauen nämlich gar nicht um Präparate zur Stabilisierung der Darmflora, sondern um Präparate zur Stabilisierung der Vaginalflora. (Die darin enthaltenen Bakterien unterscheiden sich eklatant von den Bakterien, die in Darmflora-Präparaten enthalten sind.)

Allerdings gibt es tatsächlich auch Darmflora-Präparate, die speziell auf Frauen ausgerichtet sind. Der Nutzen dieser spezifischen Ausrichtung ist allerdings zweifelhaft: Bislang gibt es keinen Humanstudien-Beleg dafür, dass Darm-Probiotika bei Frauen anders funktionieren als bei Männern und deshalb anders zusammengesetzt sein sollten. Untersuchungen an Tieren (Ferkeln) zeigen diese Möglichkeit zwar auf (vgl. Lewis et al. [2019]), die Übertragbarkeit auf Menschen ist aber fraglich. (17)


Probiotika vegan

Hauptbestandteil der meisten probiotischen Nahrungsergänzungsmittel sind Milchsäurebakterien (Lactobacillales). Für Veganer steht damit die Frage im Raum, ob solche Probiotika zwangsläufig tierischen Ursprungs sind. Die Antwort lautet: Nein. Probiotika, die Milchsäurebakterien enthalten, können durchaus vegan sein. Das Wort „Milchsäure“ ist hier irreführend, denn die damit bezeichnete Substanz hat mit Milch nur den Namen gemein. Tatsächlich wird Milchsäure heute vornehmlich aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen. Allerdings nicht immer – deshalb sollten Veganer beim Kauf von Probiotika auf den Zusatz „vegan“ bzw. auf ein entsprechendes Logo achten.


Kulturen-Komplex von NATURTREU

Mit „Florazauber“ haben auch wir ein Bakterien-Komplex im Programm. Es ist ein innovativer veganer Kulturen-Komplex aus 100 Milliarden lebenden Bakterienkulturen und Akazienfaser mit B-Vitaminen in einer magensaftresistenten Kapsel. (18) Florazauber enthält 23 laborgeprüfte Bakterienstämme und 100 Milliarden kolonienbildende Einheiten. Damit enthält das Produkt mehr Bakterienstämme als die Darmflora-Präparate der meisten anderen Hersteller.


Fazit

Kaum ein Organ beeinflusst die Gesundheit in so vielfältiger Weise wie der Darm – das ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Entsprechend selten werden gesundheitliche Beeinträchtigungen mit einer beschädigten Darmflora in Verbindung gebracht. Wiederkehrende Verdauungsstörungen schiebt man auf das (zu) üppige Abendessen am Vortag oder auf diffuse Unverträglichkeiten, eine erhöhte Infektanfälligkeit wird der allgemein hohen Schadstoffbelastung in der Luft („Kein Wunder, bei all dem Feinstaub!“) zugeschrieben – dabei kann tatsächlich ein gestörtes Mikrobiom im Darm die Ursache sein. Indem man die im Text aufgezählten darmschädigenden Einflüsse minimiert und sich um eine darmgesundheitsförderliche Lebensweise bemüht, erhöht man jedenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass man von den Folgen eines bakteriellen Ungleichgewichts im Darm verschont bleibt.

Dabei wäre es ja schon gut, wenn man allein nur die Häufigkeit von Magen-Darm-Beschwerden für sich senken könnte – schließlich machen solche Beschwerden einen recht großen Teil der Krankheitsbeschwerden aus, über die die Deutschen regelmäßig klagen. Laut der Statistik-Plattform Statista hat rund jeder vierte Deutsche mehrmals im Jahr mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen, jeder zehnte hat damit sogar einmal im Monat zu tun. (19) Unsere Empfehlung lautet daher: Kümmern Sie sich mehr um Ihren Darm! Er ist weit mehr als nur der schnöde „Hinterausgang“ des Körpers.


Quellen

  1. spektrum.de (2019): “Stimmungsmacher im Darm” https://www.spektrum.de/news/wie-der-darm-die-psyche-beeinflusst/1691794
  2. Valdes A M, Walter J, Segal E, Spector T D. Role of the gut microbiota in nutrition and health BMJ 2018; 361 :k2179 doi:10.1136/bmj.k2179
  3. Rühlemann, M.C., Hermes, B.M., Bang, C. et al. Genome-wide association study in 8,956 German individuals identifies influence of ABO histo-blood groups on gut microbiome. Nat Genet 53, 147–155 (2021). https://doi.org/10.1038/s41588-020-00747-1
  4. netdoktor.de (2022): “Darmflora” https://www.netdoktor.de/anatomie/darmflora/
  5. webmd.com (2021): “What Is Dysbiosis?” https://www.webmd.com/digestive-disorders/what-is-dysbiosis
  6. aok.de (2021): „Die Darmflora: Aufbau und Funktion“ (https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/organe/eine-intakte-darmflora-unverzichtbar-fuer-die-gesundheit/)
  7. klinikum.uni-heidelberg.de (2019): „Genveränderungen bei Autismus auch für Störungen des Magen-Darm-Traktes verantwortlich“ (https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/newsroom/genveraenderungen-bei-autismus-auch-fuer-stoerungen-des-magen-darm-traktes-verantwortlich/)
  8. S. Desai (2016): “A Dietary Fiber-Deprived Gut Microbiota Degrades the Colonic Mucus Barrier and Enhances Pathogen Susceptibility” – Fachjournall „Cell“, Vol. 167/5 (https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(16)31464-7)
  9. Stern.de (2015): „Ernährungsexperiment Wie Fast Food schon nach zwei Wochen unserem Darm schadet“ (https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/darmflora--wie-fast-food-schon-nach-zwei-wochen-unserem-darm-schadet-6200878.html
  10. dzhk.de (2021): “Wie Medikamente das Mikrobiom des Darms beeinflussen” https://dzhk.de/aktuelles/news/artikel/wie-medikamente-das-mikrobiom-des-darms-beeinflussen/
  11. pharmazeutische-zeitung.de (2016): “Ein komplexes Wechselspiel” https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-202016/ein-komplexes-wechselspiel/
  12. Boyko et al. (1994): “Increased risk of inflammatory bowel disease associated with oral contraceptive use” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8030630/)
  13. Dinan et Cryan (2012): “Regulation of the stress response by the gut microbiota: implications for psychoneuroendocrinology” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22483040/)
  14. arzteblatt.de (2016): “Alkohol: Darmbakterien fördern Leberschaden” https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65710/Alkohol-Darmbakterien-foerdern-Leberschaden
  15. Gui X, Yang Z, Li MD. Effect of Cigarette Smoke on Gut Microbiota: State of Knowledge. Front Physiol. 2021 Jun 17;12:673341. doi: 10.3389/fphys.2021.673341. PMID: 34220536; PMCID: PMC8245763.
  16. Niv Zmora et al. und Jotham Suez et al. (2018) (doi: 10.1016/j.cell.2018.08.041 und doi: 10.1016/j.cell.2018.08.047)
  17. Lewis et al. (2019): “Sexual Dimorphism in Immune Development and in Response to Nutritional Intervention in Neonatal Piglets” (https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fimmu.2019.02705/full)
  18. Vitamin B2 trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei.
  19. de.statista.com (2017): Umfrage zur Häufigkeit von Magen- bzw. Darmbeschwerden in Deutschland 2017 (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/668053/umfrage/umfrage-zur-haeufigkeit-von-magen-bzw-darmbeschwerden-in-deutschland/)